Bd. 2: Das XR/Games Lab der Hochschule Offenburg und dessen Vernetzung
Labore, Studios und Institute an Hochschulen existieren so gut wie nie autark. Sie sind fast immer in eine Vielzahl von Strukturen eingebunden – so wie das Extended Reality & Game Technologies Laboratory, kurz: XR/Games Lab, der Hochschule Offenburg. Als Labor ist es an die Fakultät Medien angebunden und wurde zusammen mit dem 2023 gestarteten B.Sc.-Studiengang „Virtuelle Welten & Game Technologies“ aufgebaut. Im Labor werden zahlreiche Module wie „Game History“ unterrichtet.
Wie aktuell etwa dreißig Einrichtungen ebenso vieler deutscher Hochschulen, die Game Labs betreiben, ist das Offenburger XR/Games Lab Mitglied im Netzwerk Game Labs an Hochschulen, einem freiwilligen Zusammenschluss von wissenschaftlichem und technischem Personal jener Einrichtungen. In diesem Netzwerk arbeiten die beteiligten Institutionen zusammen, entwickeln Strategien für Forschung und Lehre, lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig, beispielsweise auch bei Themen wie der rechtssicheren Archivierung von Videospielen. Darüber hinaus wird das Netzwerk gelegentlich auch politisch aktiv, beispielsweise mit seiner Stellungnahme zum Positionspapier „Fünf Forderungen, um Deutschland zum besten Games-Standort für Wissenschaft, Forschung und Lehre zu machen“ des game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.
Doch auch hochschulintern und regional bestehen Vernetzungen. So nutzt beispielsweise der Hochschulsport der Hochschule Offenburg die Angebote des Labors, haben regionale Sponsoren wie das Traditionsstudio Black Forest Games zum Aufbau des Labors beigetragen und bestehen enge – auch personelle – Verbindungen zwischen dem Labor und den Acherner Spieletagen. Letztere werden jährlich vom Spiele Club Achern e.V. ausgetragen, dessen Vorstandsmitglied Marcel Krübel als Mitarbeiter der Hochschule Offenburg auch deren regelmäßige Brettspielabende organisiert.